Der Haldern Pop Stammtisch

mauser
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von mauser »

jo, bei Maruja bin ich nach dem ersten Song raus und hätte mir gewünscht, dass noch mehr das auch gemacht hätten.

Im Niederrheintent war ich zum ersten mal, weil ich unbedingt Radio Free Alice sehen wollte. Tolle Band, aber Sound und Location konnten meine Vorbehalte gegen das Zelt nicht ausräumen. Allerdings war ich dann bei Josy Basar nochmal drin und das war großartig.

Highlights gab es diesmal tatsächlich viele, mein Wermutstropfen war, dass ich nur das halbe Been Stellar Konzert im Zelt sehen konnte, weil ich von Patrick Watson bis zum Ende nicht los kam. Gurriers am Nachmittag hat vermutlich nur direkt vor der Bühne funktioniert, hinten kam das nicht an. Aber ansonsten soooo viele wunderbare Sachen, kann man gar nicht alle aufzählen.

Das Foodangebot ist mir egal, ich habe an Grill und der Pizzeria im Dorf genug. Bier ist günstig und man kommt fast immer schnell durch zur Theke.

Ganz ganz großartig auch das Konzert von Cantus Domus Samstag morgens in der Kirche, das liebe ich mittlerweile.

Der Artikel, den druschi verlinkt hat, macht mir auch etwas Sorgen - bitte nicht so viel verändern! Literaturfestivals gibt es auch andernorts und das Publikum ist zumindest in der Breite ein anderes. Ich gehe gerne auf Lesungen und auf Ausstellungen und die documenta, aber nach Haldern komme ich für die Musik, weil es die einfach nur hier so gibt, und mehr als ein Zusatzprogramm sollten die anderen Sachen nicht sein. Auch die Hauptbühne will ich nicht missen und bei der Besucherzahl braucht es die auch - wenn ich ständig Angst hätte, in eine Location nicht rein zu kommen, ginge für mich das entspannte Halderngefühl ein Stück weit verloren.
Druschi
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von Druschi »

Politisch wurde es nicht nur bei Maruja, sondern auch bei Alabaster DePlume und Gurriers.
Das hat mir den Auftritt dann jeweils auch versaut.
Bin gespannt, ob und wie das vom HPF-Team nachbetrachtet wird.
Kenny
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von Kenny »

Das war wirklich ein grandioses Wochenende. Es hat einfach so vieles gestimmt – für mich war das einer der besten, wenn nicht sogar *der* beste Jahrgang seit vielen Jahren. Vom Traumwetter, dem entspannten Ankommen am Mittwoch bis hin zu einem musikalischen Rahmenprogramm voller Highlights war alles dabei.

Besonders in Erinnerung bleiben mir folgende Auftritte:

- Dressed like Boys in der Kirche – ein Auftritt, der direkt ins Herz ging.
- Cliffords – so viel Energie, großartige Melodien und eine charismatische Frontfrau.
- Infinity Song – die Songs fand ich schon im Vorfeld gut, konnte aber den Hype zunächst nicht ganz nachvollziehen. Live war das jedoch eine völlig andere Geschichte: sympathisch, authentisch, musikalisch erstklassig. Der Headliner-Slot war absolut verdient.
- Warhaus – ein mega-cooler Auftritt, garniert mit einer witzigen Karaoke-Überraschung. Perfekt platziert im Programm.
- Zaho de Sagazan – hier hatte ich schon hohe Erwartungen, aber was sie und ihre Band auf der Bühne abliefern, lässt sich kaum in Worte fassen. Das muss man erlebt haben. Selbst meine Begleitung, die weder Französisch versteht noch Fan elektronischer Musik ist, war begeistert. Das hat mich besonders gefreut – auch wenn ich glaube, dass sich die volle Magie erst entfaltet, wenn man zumindest grob weiß, worüber Zaho singt.
- CVC – ebenfalls perfekt platziert. Ein typischer Haldern-Magic-Moment.
- Pales – kompletter Abriss im Niederrheinzelt! Ich mag dieses Zelt, und ich habe den Eindruck, dass auch die Bands dort gerne spielen. Ja, ich hätte sie auch gerne im Spiegelzelt gesehen, aber die Sorge, dass der Auftritt dort zu „heiß“ geworden wäre, war wahrscheinlich berechtigt. Ein großartiger Abschluss.

Weniger gezündet haben für mich dagegen Bilk, Jacotene und Brigitte Calls Me Baby. Hier hatte ich eher den Eindruck, dass das Publikum „on fire“ war, aber der Funke von der Bühne nicht so recht übersprang.

Ich bin sehr gespannt, wie sich das Festival weiterentwickelt. Für mich persönlich muss es nicht noch anspruchsvoller oder nischiger werden – die Mischung in diesem Jahr hat einfach perfekt gepasst.
jupp
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von jupp »

Schwierige Sache mit Pop und Politik. Bei Maruja rausgehen ist eine Lösung für jeden persönlich. Es warten aber genug Leute vor dem Zelt auf Einlass, so dass die Wirkung verpufft. Generell muss aber das Publikum nicht jede Parole nachgrölen und die Faust in die Luft recken, nur weil‘s einer vormacht. Ging bei Gurriers ja auch.
Das Festival war wieder erstklassig organisiert, vielen Dank an alle.
Musikalisch eines der besten Festivals der letzten Jahre. Highlights für mich:
Mermaid Chunky !!!
False Lefty
Marlo Grosshardt
Grandbrothers
Silvia Kreusch
Man Woman Chainsaw
Wu Lyf
Heavy Lungs
Warmduscher.
Schade nur, dass es zu Brigitte Calls me Baby am Samstag keine Alternative gab.
Homi2024
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von Homi2024 »

Wo ist denn auf der neuen Webseite der Onlineshop (ausser für Tickets) hin ? Bestelle gerne immer Poster nach dem Festival.
xwö
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von xwö »

Es war mal wieder ein sehr schönes Festival!
Zur Diskussion, ob weniger Programm: ich bin ja eher so der Dorfmuffel und nur ganz schwer ins Dorf zu kriegen. Finde es nicht so verlockend, den weiten Weg auf mich zu nehmen und dann ne Stunde zu warten, um überhaupt reinzukommen. Ist halt nicht meine Vorstellung von Festival, mir persönlich ist das zu stressig und ich starte gerne langsam in den Tag. Ich hab aber auch kein Problem damit, dann halt manche Acts nicht sehen zu können.
Wäre man also gezwungen, die Sparhosen anzuziehen, wäre für mich der Mittwoch und das frühe Donnerstagprogramm verzichtbar. Mittwoch Anreise finde ich okay, werde aber wahrscheinlich nie gebraucht davon machen. 4 Festivalnächte stehe ich gesundheitlich nicht durch.

Das Niederrheintent finde ich eine gute Neuerung, die gerne bleiben kann. Das entzerrt die Problematik mit der Spiegeltent-Kapazität spürbar. Außerdem wippt es so schön, da muss ich als Tanzmuffel garnichts tun und bin trotzdem dabei.

Ich persönlich fand ja so eine Überraschung wie Vincent Moon's Live Cinema im Niederrheintent ganz bezaubernd. Einfach mal so ein kleiner experimenteller Ruhepol zwischendurch zum Runterkommen. Genau mein Geschmack.

Ansonsten für mich erwähnenswert in zufälliger Reihenfolge:
Heavy Lungs, Man/Woman/Chainsaw, Warmduscher, Tukan, One Sentence Supervisor, Bo Ningen, Gurriers, Being Dead, CVC, Patrick Watson, PALES, Gurriers, Vincent Moon's Live Cinema
andreas
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von andreas »

Ein kleiner Nachtrag/Tipp für die, die nicht genug klasse Live-Acts in kleinerem Rahmen und Clubs bekommen können - Left of the Dial in Rotterdam in ein paar Wochen. In Gesprächen erfuhren wir von einigen, das wir sie dort wiedersehen werden.

Aber hier soll es in erster Linie um dieses musikalische Kleinod gehen: Irgendwie sind wir uns alle einig - das war auch der Tenor in unseren Gesprächen: Es war eine soooooo fantastische Zeit.
Mich hat es nach dem 40.-ten auch wieder sowas von total abgeholt, sowohl der Mix im Line-up aus Rock'n'Roll, Post Punk, Avantgarde, Pop, Singer/Songwriter, Art, Elektro ... als auch die so friedliche, freundschaftliche, stressfreie Atmosphäre.
Letztes Jahr war es vlt. etwas unglücklich, an einem Tag drei oder vier ruhige irische Acts hintereinander an der MainStage - das fand ich nicht so 100% - dieses Jahr hat es schon sehr gepasst.

Wünschte mir vielleicht die Niederrheintent-Bühne nebst Dach noch einen Meter erhöht - es wurde ja schon etwas zum Vorjahr geändert. Oder für die Steher und Palettenhocker eine kleine Leinwand ähnlich wie vorm Spiegelzelt. Man benötigt kein Kamerateam - eine feste Kamera leicht von oben auf die Bühne täte es sicher auch. Weiß nicht, wie hoch die Kosten wären, eine tageslichttaugliche Projektion zu installieren.

Und schon jetzt wächst die Neugier auf die ersten Ankündigungsvideos vor Weihnachten. Würde mir wünschen, von der Vielfalt (das sollte ja auch unsere Gesellschaft ausmachen) bleibt es, wie es war im Line-up.
Zum Genießen, zum Träumen, zum Abheben, zum Abrocken, zum Moshpadden, zum Glücklich Sein ...
wasserturm68165
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von wasserturm68165 »

So zurück und langsam kann ich meine Gefühle in Worte fassen. Das war mein achtes Haldern Pop. Vielleicht nicht das Beste, aber das was mich wohl am glücklichsten gemacht hat. Ich fühle mich besser als nach drei Wochen Urlaub.
Donnerstag pünktlich in der Kirche gewesen und mit To Athena gleich den ersten Höhepunkt erlebt. Die Schweizerin hat mit Band, drei Streichern und einer Harfe, genau den leicht verkopften Indiepop gespielt, den ich so liebe. Texte waren auf Englisch und Schweizerdeutsch, ein Erlebnis wirklich besonders intensiv. Ein typischer Haldern Moment und eine Haldern Entdeckung, die ich mir bestimmt noch öfter anschauen werde, Tickets für die Tour im September sind schon gekauft.
Spätestens bei Hauschka war die Kirche dann rappelvoll. Die Show war sehr gut, aber auf der schmalen, harten Kirchenbank konnte ich mich nicht so fallen lassen, wie es die Musik verdient hätte.
Pem mit angeschlagener Stimme und Cellistin war nett, hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die nächste Überraschung waren dann Dressed like Boys, das Projekt um den charismatischen Belgischen Musiker Jelle Denturck. Jelle hat wohl, als er den Flügel gesehen hat, seinen Plan mit Band zu spielen über den Haufen geworfen und spielte ein sehr reduziertes Set. Der Drummer stand nur als Background Sänger mit auf der Bühne und der Bassist durfte nur zuschauen.
Die Ansagen waren (angenehm) politisch, es ging um Queerfeindlichlkeit und LGBTQIA+- Themen. Bei einem Lied über einen queeren, muslimischen, in der Belgischen Szene wohl bekannten Künstler, erwartete er , dass weil er das in einer Kirche singe., Gott ihn wohl zerplatzen und in Feuer aufgehen lasse (ist dann zum Glück nicht passiert). Die Show hat mich dann so überzeugt, das ich mir Abend noch mal die Show mit normaler Band Begleitung im Niederrhein Zelt angeschaut habe,
Für das Niederrhein Zelt (und gegen Ellis D im Spiegeltent) habe ich mich dann entscheiden, um die sehr jungen und sehr soliden Australier von Radio Free Alice zu sehen. Könnte was werden, könnte aber auch versanden.
Den Mut einen Jazz Musiker wie Alabster DePlume auf die Hauptbühne zu stellen, ist so ein Haldern. Mich hat das ganze dann doch etwas überfordert. Deswegen habe ich mir einen perfekten Platz für Cliffords, eine Band aus Cork/Irland, die auch wieder eine extremcharismatische Frontfrau hatte gesichert. Hammer Set, gerne wieder auf einer eigenen Tour oder in den nächsten Jahren wieder in Haldern.
Auf Joan as Policewoman habe ich mich gefreut, hat mich aber nicht erreicht. Schade.
Bei Infinity Song, war es dann eher umgekehrt. Wenig erwartet und hat das dann doch sehr gut zum Hauptslot auf der Mainstage gepasst.
Wieder im Spiegelzelt angestellt und die ersten Songs von Wu Lyv verpasst. Aber was wäre Haldern ohne die steigende Nervosität in der Schlange vor dem Spiegeltent und die Ungewissheit, wann man es denn rein schafft.
Freitag dann wieder halbwegs pünktlich in der Kirche gewesen, sehr schönes Set von Luise Weidenhals gehört und dann der nächste Hammer. Goodwin (genau, der von The Slow Show) mit Martin Rott am Flügel, der nicht Lambrecht war (oder doch?).
Dann im Dorf etwas zu lange getrödelt und mich verzockt, das Spiegeltent war bei Overpass zu voll (so toll ist die Nervosität dann doch wieder nicht), das was ich gehört habe, klang aber auch definitiv nach mehr.
Marlo Grosshardt hat die Mainstage überraschend souverän ausgefüllt, hat viel vom Orange Blossom Special Festival geschwärmt und am Tag beim Wutzrock gelästert in Haldern wären nur Intellektuelle gewesen. Soft Loft gut wie immer, mein Platz war aber irgendwie doof.
Dann ein Erdbeben auf der Hauptbühne mit Silvie Kreusch, die permanent wie ein Storch über die Bühne stolzierte.
Kurz bei Frànçois & The Atlas Mountains reingeschnuppert und danach war ich nur noch vor der Mainstage zu finden
Chartreuse und Warhaus habe ich vor zwei Wochen auf dem intimen Heimspiel Knyphausen gesehen (dazwischen spielte noch der kurz der Haldern Stammgast Loney Dear), auf der großen Bühne fand ich beide aber besser, Höhepunkt bei Warhaus war für mich nicht das Karaoke Zwischenspiel in der MEngem, sondern die beiden Lieder bei der Silvie Kreusch mitsang.
Und dann der Auftritt, von dem ich immer noch total geflashed und eigentlich sprachlos bin.
Vielleicht war der Auftritt von Zaho de Sagazan, das beste und beeindruckendste, was ich in diesem Jahrhundert gesehen habe.
Alles folgte einer Dramaturgie, wie ich sie schon auf dem Maifeld Derby gesehen habe, von den eher ruhigen, fast schon Chanson artigen bis hin zu einem epochalen Elektro/Techno Gewitter.
Auch wenn das komplett andere Musik ist, fühlte ich mich an Nick Cave erinnert. Zaho baute zu den ganzen vorderen Reihen eine Beziehung auf, mal durch Blickkontakt, Berührungen, der Beteiligung des Publikums und ihre unfassbare Präsenz.
Danach war ich so voller Glückshormone und Adrenalin, dass ich keine Musik mehr aufnehmen wollte.
Samstag (etwas zu spät) in der Kirche gewesen und die wie immer großartigen Cantus Domus mit einer Interpretation eines Monteverdi Stückes gesehen, danach Loney Dear und nach dem ersten Beitrag von ganavya, wie viele andere die Kirche verlassen.
Da ich dieses Jahr noch nicht im Jugenheim war, mal bei Hannah Frances reingeschaut. Für mich war der Star die Location, ein ganz normales Gemeindehaus und die Katholischen Gemeindemitglieder haben Filterkaffee und natürlich Bier verkauft.
Bo Ningen fand ich vor zwei Jahren in diesem Jugenheim deutlich präsenter als auf der großen Bühne.
Ich habe es halt mit den kleinen Locations, deswegen bin ich noch ins winzige Ton Studio zur Straßburger Band Pale, die ich schon aus sehenswerten ARD Mediathek Doku über den Club Kinet in Kusel kannte, wieder eine charismatische Frontfrau.
Hier sind mir übrigens zum einzigen Mal die WDR Rockpalast Kameras aufgefallen.
Danach total durchgeschwitzt zurück zum Infield. Extralisco ist die einzige Haldern Buchung, die ich so gar nicht nachvollziehen kann, wären als Hochzeitsband auf dem italienischen Land besser aufgehoben -anderen hat’s Spaß gemacht.
Der letzte Deutschland Auftritt meiner Herzensband Porridge Radio (wieder charismatische Frontfrau) war dann der Höhepunkt des Samstag. PR war super spielfreudig, Dana hat sogar ab und zu gelächelt und mir wurde klar, wie ich diese Band vermissen werde.
Das sie 15 Minuten früher aufgehört haben als geplant, macht das Ganze noch tragischer.
Patrick Watson hatte ich so gar nicht auf dem Zettel, ich wusste nur, dass er ein typische HPF Wiederholungstäter ist und irgendwie viral ging und bei Insta und Spotify mittlerweile super erfolgreich ist, trotzdem bin ich vorne geblieben.
Habe ich nicht bereut, ein ganz bezaubernder Auftritt, der durch den Berliner Chor Cantus Domus verzaubert wurde.
Vielen Dank an Stefan, das ganze Team und die vielen Freiwilligen aus dem Dorf. Ich habe Euch lieb!
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, nächstes Jahr wieder mehr Cantus Domus Kollaborationen (so eine Zusammenarbeit wie bei Patrick Watson gab es früher in meiner Wahrnehmung öfter),bitte wieder stargaze oder ein ähnliches Orchester buchen und vielleicht überdenken, ob man die Bar im Niederrheinzeltanders platzieren könnte. Links vor der Bühne ist imemr eine super luftige Blase, aber man müsste sich erst durch die Menschenmassen vor der Bar drängeln.
Die Idee mit der Verkleinerung habe ich eigentlich ganz charmant gefunden, aber mich hat dieses Jahr zu viel auf der Mainstage abgeholt.
Ich bin gespannt und freue mich auf egal was kommt.
Ach so, wen es interessiert, ich ordne gerade meine Gedanken und Bilder und lade sie nach und nach auf Insta hoch.
turbotape
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von turbotape »

Vorweg, für mich persönlich war dies das beste Jahr, seitdem wir seit 2006 dabei sind (auch wenn es schon viele Jahre gab, die sehr nahe dran waren). Ich will gar nicht alle Bands aufzählen, die mich entweder positiv überrascht oder meine Erwartungen übererfüllt haben, es waren so viele (erwähnt seien nur Zaho de Sagazan und Patrick Watson, die mich zwei Abende hintereinander auf der Hauptbühne emotional komlett abgeholt haben und One Sentance Supervisor, die gerne nächstes mal vier Auftritte in vier Locations haben dürfen). Dazu die extrem entspannte Atmosphäre auf dem Campingplatz, die Freundlichkeit der Menschen an den Ständen, das Wetter, der Duschtrecker (was wäre Haldern ohne dessen Hupe)...alles war großartig.
Bis auf eine Sache, die auch ich noch einmal ansprechen möchte: Auch ich war bei Maruja nach einem Song draußen und habe mich geärgert, dass scheinbar so viele nicht gemerkt haben, was sich da abgespielt hat. Viel schlimmer als das mäßig intelligente Parolengedresche fand ich das toxisch männliche Auftreten dieser Band (insbesondere des Sängers). Das war schlichtweg komplett unpassend für ein Festival im Jahr 2025, das ein Awareness-Team hat und hat mich sofort an "Trainwreck Woodstock 99" erinnert. Ich steh auf Krach, aber bitte nicht so (Bo NIngen waren ja ein schönes Gegenbeispiel dafür, dass Krach auch extrem sympathisch rüberkommen kann).
Ansonsten danke, danke, danke an alle Beteiligten, die die Magie dieses Festivals immer wieder ausmachen, und damit meine ich wirklich alle.
Doppeladler82
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Re: Der Haldern Pop Stammtisch

Beitrag von Doppeladler82 »

Auch für mich war es wieder ein Mega Festival, eigentlich genau wie die letzten Jahre. Dieses mal sogar mit perfektem Wetter und Sonnenuntergang bei CVC und Mondaufgang bei TUKAN. Herrlich, dass wieder ein paar mehr jüngere Zuschauer da waren – den Glanz in den Augen der Jugend habe ich die letzten Jahre etwas vermisst. Wenn es finanziell irgendwie geht, würde ich auch die Bühnen genauso lassen.

Highlights:
CVC (habe das erste und letzte mal in meinem Leben zu LADY getanzt)
One Sentence
Infinity Song
TUKAN
Zaho
WU LYF
Pales
Brigitte calls me Baby

DAAAANKE Stefan und ganz HALDERN!!!!!
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